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Mein erster Bibliothekartag…

25/03/2010 3 Kommentare

…zugegeben ein ganz platter Titel für diesen Blogeintrag, aber er entspricht voll und ganz der Wahrheit. Die Bibliothekarstage 2010 waren die ersten, die ich besucht habe. Einen Tag Buchmesse in Leipzig habe ich auch mitgenommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine sehr schöne, spannende, informative Woche war. Es gab wahnsinnig viel zu sehen, super viele Informationen, nette Menschen, tolle Bars und Pubs und ein wunderschönes Leipzig. Und da ich die ganzen Infos und Eindrücke erst einmal sacken lassen musste, kommt dieser Blogeintrag erst jetzt.

Montag
Besuchte Veranstaltung:
„Vermittlung von Medienkompetenz an die junge Generation – Möglichkeiten und Grenzen“
Meine Highlights aus dieser Vortragsreihe, waren:
„Games in Jugendbibliotheken: Entwicklungen, Trends, Probleme“ (leider gibt es dazu keine Dokumente auf dem OPUS Server). Sehr schön fand ich hier, dass es nicht darum ging, ob Games in Bibliotheken zur Verfügung gestellt werden sollten oder nicht. Diese Frage ist bereits mit „JA!“ beantwortet. Die Referenten haben sich aus praktischer Sicht mit Chancen und Schwierigkeiten auseinandergesetzt.

„Mach´s einfach – die Münchener Stadtbibliothek macht´s vor! Das neue Online-Angebot für Schüler und Lehrer!“ (Das Online-Angebot für Lehrer und Schüler der Münchener Stadtbibliothek)
Ich finde die Internetseiten sind toll und absolut Zielgruppengerecht umgesetzt worden. Einfach klasse! Ansehen kann man die beiden Seiten unter: http://www.muenchner-stadtbibliothek-schueler.de/schule/schueler.html und http://www.muenchner-stadtbibliothek-schueler.de/schule/lehrer.html

Besuchte Veranstaltung:
„Tradition und Transformation – das Gutenbergzeitalter im Internet“
Da ich noch nicht so lange mit Altbestand zu tun habe und VD17 bald für uns interessant wird, war es super einen groben Überblick über den Stand der Dinge und ein paar Visionen zu erhalten.

Dienstag
Besuchte Veranstaltung:
„Treffpunkt Standardisierung“
RDA, RDA, RDA…für diese Vortragsreihe hatte ich mich spontan entschieden, da ich zu diesem Thema bisher fast gar nichts wusste. Hier fand ich den Vortag Mit RDA ins Semantic Web? sehr anschaulich. Ich bin gespannt, wie sich das Thema RDA weiterentwickelt.

Besuchte Veranstaltung:
Eigentlich wollte ich mir die Vorträge zum Thema „Stirbt der OPAC? – Suchmaschinen, Datenvielfalt und Vernetzung als Lösungsansatz“ ansehen, aber der Raum war mehr als überfüllt. Das hat mich in diesem Moment total geärgert. Stattdessen und das hat mich dann wieder mehr als friedlich gestimmt, habe ich das Smartphone Happening am Stand der Zukunftswerkstatt angeschaut. Es war toll! Begeistert war ich von den Vorstellungen der Bibliothekskataloge und Stanza . Leider konnte man die Vortragenden nicht immer gut verstehen, da es links und hinter dem Stand ebenfalls Vorträge oder Videokonferenzen gab.

Besuchte Veranstaltung:
Auch hier wieder das Problem, mit einem überfüllten Raum. Eigentlich wollte ich zur „Zukunftswerkstatt ‚Die Jugendbibliothek des 21. Jahrhunderts’“. Da es dort überfüllt war, bin ich zur Vortragsreihe „Vermittlung von Informationskompetenz an den Hochschulen: Konzepte für die Praxis“ gegangen.
Auch das war wieder eine tolle Alternative. Ganz gefesselt war ich von dem Vortrag Optimizing our teaching: Teaching and learning with technology, Frau Tatiana Usova hat einfach super präsentiert und alles mit sehr anschaulichen Beispielen untermalt.

Mittwoch
Besuchte Veranstaltung:
Eigentlich wollte ich zu „Altbestand und Öffentlichkeitsarbeit“, aber…richtig!…total überfüllt. Also habe ich spontan die „Bibliotheken als Akteure im Forschungsmanagement“ besucht. Und auch dort wieder spannende Einblicke in ein Thema erhalten, mit dem ich noch nie was zu tun hatte. Besonders die Vorträge „Forschungsdaten und ihre Informationssysteme in der Archäologie: Bibliotheken und Archive am Deutschen Archäologischen Institut“ und „The World Atlas of Language Structures Online – Forschungsdaten in der Linguistik“ hatten es mir angetan. Beide Referenten haben schön vorgetragen und es geschafft das Thema sehr anschaulich und auch Einsteigerfreundlich zu präsentieren. Leider konnte ich beide Vorträge nicht auf dem OPUS-Server finden.

Zwischendurch ein erneuter Besuch bei der Zukunftswerkstatt:
Dort habe ich mir „Bibliothekarische Dienstleistungen für Literaturverwaltung“ und „Bibliographische Daten als Linked Open Data“ angehört. Waren beide sehr schön.

Besuchte Veranstaltung:
„Unsere Kunden – Was wollen die bloß von uns? – Benutzererwartungen in (wissenschaftlichen) Bibliotheken“ Diesmal war ich früh genug da, um mir einen Platz zu sichern. Neue Ideen für Benutzerbefragungen konnte ich dem Vortrag In den Mokassins der Kunden – Ethnographie in der Nutzerforschung entnehmen. Und am lebendigsten hat wohl Lambert Heller, der ersatzweise eingesprungen ist, präsentiert. Ihm habe ich ebenfalls gern zugehört.

Donnerstag
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Buchmesse. Schon wenn ich dran denke tun mir die Füße wieder weh. 😉

Viele der Vorträge und Folien wurden auf dem OPUS-Server hochgeladen und können dort nachgelesen werden.

ToDo: Im nächsten Jahr wieder dabei sein.

PS: Ich kann für mich festhalten, dass ich lockeren und sehr praxisnahen Präsentationen am besten folgen kann.

Diigo – Sprich Dee’go

26/08/2009 3 Kommentare

Heute möchte ich den Web 2.0 Dienst Diigo vorstellen. Der Werbeslogan „Highlight and Share the Web!“ beschreibt das Angebot schon sehr treffend.

Mit Diigo kann man Internetseiten bookmarken, Tags vergeben und Seiten in eigene Listen/Kategorien einordnen.

Es kommen aber noch ein paar andere Funktionen hinzu. Zum Beispiel können Textstellen markiert oder virtuelle Klebezettel angebracht werden. Der folgende Screenshot sollte verdeutlichen, wie das gemeint ist.
ScreenshotDiigo
(Screenshot der Seite Bibliothek 2.009)

Wie in Sozialen Netzwerken üblich, können alle Inhalte privat genutzt werden, bestimmten Gruppen zugänglich gemacht und diskutiert werden oder mit allen anderen Nutzern geteilt werden.

Diigo sieht sich aber nicht nur als weiteres „Social Network“, sondern als „Social Information Network“ (SIN).

A SIN is a social network where information consumption, research, and sharing is central, and where the connection between people and people, between people and information, and between information and information, are exploited and harnessed to improve knowledge sharing and content discovery, and to enable more meaningful social connections and intellectual exchanges.

People come to a SIN not mainly to socialize, but because it provides superior tools for collecting, annotating, organizing and discovering information. In time, the „social“ aspect of the network manifests in several ways. Some users will find that connecting with friends through content is a great and effortless way to learn both from friends and about friends. Some users will find that it provides a great way to find people with certain expertise, or connect and engage with people who share similar interests . Some users will find that it provides new ways to discover content.

(Quelle: About Diigo )

Zum bookmarken der Seiten bevorzuge ich das „bookmarklet“ Diigolet. Das kann man einfach per drag and drop (also komplett ohne Installation) in die Browserleiste ziehen. Sobald ich eine interessante Seite finde klicke ich es an und es öffnet sich diese Toolbar:
Diigolet

Mittels Diigolet kann ich die gewünschten Textstellen markieren und Notizen schreiben. Die Seite wird dann automatisch gebookmarked. Alle anderen Einstellungen (Beschreibung, Tags, Kategorien) kann ich später angeben.
Mit der Funktion „save Bookmark“ kann ich aber auch bereits hier alles eintragen.
Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten Seiten mit Diigo zu bookmarken, dieser sind hier zusammengefasst.

Wenn man eine Weile mit Diigo arbeitet, wird die eigene Seite in etwa so aussehen:
Bookmarks

Dort kann ich neben den bereits beschriebenen Funktionen auch sehen, welche Textstellen ich markiert habe oder welche Notizen ich gemacht habe (ohne die Internetseite besuchen zu müssen). Außerdem ist ersichtlich, wie viele andere Personen die Seite ebenfalls gebookmarked haben (saved by X people). Ich kann mir zudem öffentliche Notizen ansehen (All Annotations). Alle anderen Funktionen, Einstellungen sollten soweit erkennbar sein.

Wann benutze ich Diigo?
Gerade, wenn ich mich in ein neues Thema einarbeite und viel im Internet recherchiere benutze ich gerne Diigo. Ich kann die Seiten schnell und einfach bookmarken, meine Gedanken zu bestimmten Textstellen festhalten und sie nach meinen Bedürfnissen Taggen, Einordnen etc. Das hilft mir den Überblick zu behalten, Seiten schnell und vor allem auch noch nach einiger Zeit wieder zu finden. Da es sich um einen Internetdienst handelt, habe ich von jedem PC aus Zugang zu meinen Bookmarks. Die Bedienung empfinde ich als einfach und intuitiv.

Die Funktionen der gemeinsamen Gruppenarbeiten habe ich bisher kaum genutzt. Dazu kenne ich zu wenige Leute, die ebenfalls Diigo nutzen. Aber vielleicht werden es nach diesem Blogeintrag ein paar mehr…

Kategorien:Diigo Schlagwörter: , , ,

Spaß mit Generatoren

Wie in Lektion 8 gefordert, habe ich diese sorgsam durchgearbeitet und muss gestehen, der Coupon Generator hat es mir angetan. 😉

208_sabrina_slave_coupon

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man mit den Generatoren kreative Bilder für die Homepage (egal ob privat oder beruflich) erstellen kann und auf jeden Fall für einen Hingucker sorgt.

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ToDo: Ein Bolg-Theme finden, in dem eine Tag-Cloud besser dargestellt werden kann.

LibraryThing

Das ist ja ein Ding! Es gibt neben Bibliothekare noch Menschen, die Bücher freiwillig katalogisieren? Momentan machen das 794,857 Nutzer mit Hilfe des Web-Angebotes LibraryThing. Die private Bibliothek wird ganz unkompliziert in einen eigenen Katalog eingegeben und mit weiteren Titeldaten, Buchcover, Tags, Rezensionen und Empfehlungen ergänzt. Gleichgesinnte kann man leicht finden und munter in Gruppen Diskutieren.

Vielleicht haben die Kollegen der Gruppe „Librarians who LibraryThing“ einfach recht und der Beruf Bibliothekar ist mittlerweile doch ‚hipper‘, als wir immer glauben? Darüber wird zumindest in einem Beitrag der Gruppe diskutiert. Besonders schön fand ich dort den Hinweis auf einen Artikel in der New York Times.

Nun zu den eigentlichen Fragen: Was können denn Bibliotheken mit diesem Ding anfangen? Könnte LibraryThing eine Konkurrenz zu den oft langweiligen, unübersichtlichen Bibliothekskatalogen werden?
Oder kann es gar eine Konkurrenz für das gesamte Bibliothekswesen werden?

Die Stadtbücherei Norderham präsentiert ihre Neuerscheinungen der Erwachsenenliteratur in einem LibraryThing Katalog.
Beim durchstöbern dieses Kataloges viel mir zuerst auf, dass er schön übersichtlich ist. Auch die Titeldaten mit den zahlreichen Anreicherungen (Tags, Empfehlungen, Cover) sind optisch angenehm und übersichtlich gestaltet. Die Suche nach einzelnen Titeln ist einfach gehalten und daher ebenfalls positiv zu bewerten. Ohne jetzt zu wissen, warum die Stadtbücherei Norderham sich dazu entschlossen hat, einen LibraryThing Katalog anzulegen, möchte ich meine Ideen dazu niederschreiben, aber auf keinen Fall die KollegInnen irgendwie kritisieren.

Ich kann mir gut vorstellen, das ein „normaler“ Benutzer mit dem LibraryThing Katalog besser und intuitiver umgehen kann. Er hat die Möglichkeit andere/ähnliche Titel schnell und einfach ausfindig zu machen. Und mitmachen geht natürlich auch.
Allerdings verfügt dieser Katalog über keine direkte Verknüpfung mit dem eigentlichen Bibliothekskatalog, daher sind Ausleihstatus und Signatur nicht ersichtlich. Es wird also eine zweite Suche notwendig, wenn ein Nutzer diese Informationen haben möchte.
Jacob Voss stellte in seinem Artikel LibraryThing – Web 2.0 für Literaturfreunde und Bibliotheken fest, dass in LibraryThing eine „Übermacht der englischen Sprache“ (S.2) herrscht. Dem kann ich nur zustimmen. Die meisten Tags und Empfehlungen werden auf Englisch wiedergegeben. Dieser Umstand könnte dafür sorgen, dass ein zwangloses stöbern doch nicht so einfach möglich ist.
Daher würde ich einen LibraryThing Katalog eher als Öffentlichkeitsarbeit ansehen. Der neue Bestand wird einer breiten Masse an interessierten Menschen auf eine optisch ansprechende Weise und in einem modernen und beliebten Medium präsentiert. Durch die Möglichkeit sich einzubringen, kann evtl. auch eine stärkere Bindung zur Bibliothek aufgebaut werden. Vielleicht könnte sich die Bibliothek und deren Angebote innerhalb von LibraryThing auch noch stärker präsentieren?

Neben der Möglichkeit den Bibliotheksbestand in einem Katalog zu präsentieren, können einige LibraryThing Angebote auch in den eigenen Katalog integriert werden. Diese Liste zeigt die bisherigen Möglichkeiten der Kataloganreicherung durch LibraryThing. So kann beispielsweise eine tag cloud angezeigt werden.
Die Möglichkeit den eigenen Bibliothekskatalog anzureichen wird bereits von vielen Bibliotheken genutzt. Allerdings scheinen mir die Angebote die da genutzt werden professioneller zu ein. Für weitere Informationen dazu könnte der Artikel Katalogerweiterungen, Mashups und Elemente der „Bibliothek 2.0“ in der Praxis interessant sein.

In einigen Blogs, die sich ebenfalls innerhalb der Lektion 6 des Selbstlernkurses Bibliothek 2.009 mit LibraryThing befassen, habe ich weitere interessante Gedanken gefunden. So wird im Blog CKJ Katalogiseriung über die Probleme bei der Eingabe von chinesischen Büchern berichtet. In Wedernoch´s Blog kann man sehr schön nachlesen, wie frustrierend es sein kann, wenn ein älteres Buch nicht in LibraryThing vorhanden ist. Bei älteren Bücher, gerade auch Altbestand, kann Librarything gar nicht mehr mithalten, weil eben nur Bücher katalogisiert werden, die die Nutzer auch besitzen.
Lahdihda’s Blog
greift den Mangel auf, dass nur Bücher und keine Nichtbuchmaterialien aufgenommen werden können.

Fazit: Als Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit? Ja.
Als Katalogersatz? Nein.
Für die Kataloganreicherung? Jain. Hier bedarf es sicher noch einiger Verbesserungen.
Als Konkurrenz fürs Bibliothekswesen? Nein.

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ToDo: Das Ding im Auge behalten.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel

RSS Feeds in Bibliotheken

29/07/2009 6 Kommentare

Was ist das? 128px-Feed-icon2.svg.bmp
Meist viereckig, orange mit einem Punkt und zwei Streifen, aber auch immer häufiger in ziemlich wilden Varianten… panda

Viele werden sofort wissen, dass es sich dabei um Symbole für RSS Feeds handelt. Ein paar weniger werden wissen, dass sie diese Symbole dazu einladen beispielsweise Neuigkeiten einer Webseite zu abonnieren. Noch weniger werden wissen, wie sie diese Inhalte erhalten und lesen können. Und ich wage zu behaupten, dass noch immer nur ein paar Besucher einer Webseite bei diesem Angebot zugreifen.

Aber warum eigentlich?
Schließlich kann man doch ständig lesen, wie praktisch und zeitsparend Feeds sind. Auch während des Studiums habe ich das mehrfach gehört. Aber ganz ehrlich? Sofort überzeugt hat mich diese Technologie nicht. Wieso?

Da muss ich überlegen…
Ich glaube es lag daran, dass diese einfache Technologie so umständlich erklärt wurde oder umständlich erklärt werden musste? Immerhin gilt es Fragen wie: „Was ist das überhaupt?, „Wie mache ich das?“ (Allein hier gibt es schon mehr oder weniger aufwendige Möglichkeiten.) und „Was bringt mir das?“ zu beantworten. Und nach diesen Ausführungen ist man vielleicht nicht wirklich davon überzeugt, dass es einfach, praktisch und zeitsparend ist RSS Feeds zu benutzen. Ob das nur bei mir so war…wer weiß?

Und wieso benutze ich sie nun trotzdem gern? Weil auch ich immer mehr Internetseiten, Blogs, Diskussionen etc. interessant und lesenswert finde. Und weil auch ich merke, dass es umständlich und zeitaufwändig ist mehr als 20 Internetseiten zu besuchen und auf Neuigkeiten zu prüfen. Deshalb habe ich einfach mal aufgehört mich zu fragen, was mir diese Feeds wohl bringen würden und es ausprobiert. Und tatsächlich, es spart Zeit! Ich kann jetzt mühelos einer großen Menge an Informationen folgen und auf dem Laufenden bleiben. Egal, ob es mehrmals am Tag etwas Neues gibt oder einmal im Monat. Ich verpasse nichts.

Diese Erkenntnis ist jetzt eine Weile her und nun kommt das berufliche ins Spiel. Die UB in Kiel möchte auch bald RRS Feeds anbieten und ich darf dieses Projekt umsetzen. Da trifft es sich sehr gut, dass dieses Thema gerade in der Bibliothek 2.009 in Lektion 04 und in Lektion 05 bearbeitet wird.

Am Anfang des Projektes ist es natürlich spannend zu recherchieren, welche Bibliotheken bereits Feeds anbieten und noch viel wichtiger, welche Inhalte sie verbreiten. Eine erste Übersicht war leider schnell abgearbeitet, weil es in Deutschland bisher noch gar nicht viele Bibliotheken mit RSS Feeds gibt.

Welche Informationen verbreiten sie?
Oft ähneln sich die Inhalte. Am häufigsten findet man Feeds die Neuigkeiten, Aktuelles etc. der Bibliothek beinhalten. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, immerhin kann man aus diesen Informationen automatisch einen Feed erzeugen. Feeds für Neuerwerbungen sind ebenfalls häufiger zu finden. Hier gibt es aber schon größere Unterschiede. Als einfachste Variante gibt es Feeds, die die Neuerwerbungen des letzten Monats oder die letzen 30 Neuerwerbungen beinhalten. Teilweise werden sie auch auf bestimmte Fachgebiete zugeschnitten angeboten.
Am schönsten finde ich das Angebot der TUB Hamburg-Harburg MyBibRSS. Eine personalisierte Neuerwerbungsliste! Feed benennen, Fachgebiete auswählen, fertig. Was erhalte ich? Einen Neuerwerbungs-Feed, der auf meine Interessen, Studienfach etc. zugeschnitten ist und keine überflüssigen Informationen enthält.

Welche Themen könnten Inhalte von Feeds sein? Hier ein paar Anregungen aus diversen Bibliotheks-Feeds + ein paar eigene Überlegungen.
– Öffnungszeiten Bibliothek (Änderungen / Schließungstage)
– Veranstaltungen (erste Bekanntmachung / spätere Erinnerung)
– Schulungsangebote (erste Bekanntmachung / Hinweis auf freie Plätze / Erinnerung)
– Datenbanken (neue Angebote / nicht mehr zugänglich / Veränderungen)
– Literatur (größere Menge durch Geschenk, Nachlass erhalten, dazu Infos)
– Spenden (Was wurde mit dem Geld gemacht?)
– Wartungsarbeiten / Störungen (ankündigen, Störungen schnell melden, erklären,
Hilfestellung)
– Umfragen (Ergebnisse Umfragen mitteilen, damit verbundene Änderungen)
– „Flohmarkt“ (Verkauf ausgesonderte Bücher)
– Besonderheiten im eigenen Bestand (vorstellen)
– „Probleme“ aus den Abteilungen (Nutzer machen ständig etwas „falsch“? Hier könnten
verschiedene Themen aufgegriffen und erklärt werden)
– Bibliothek, Abteilungen, Geräte (vorstellen, bekannter machen)
(Diese Liste wird hoffentlich noch länger.)

Ich denke es ist wichtig, dass der Feed nicht nur einmal im Monat etwas verbreitet.
Wir haben mit RSS Feeds eine weitere Chance immer mal wieder im Blickfeld des Nutzers aufzutauchen, präsent zu sein. Deshalb sollten neben den automatisch erzeugten Inhalten auch zusätzliche Informationen, Themen behandelt werden.

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ToDo:
Fragen rund um die inhaltliche, formale Gestaltung von RSS Feeds klären.
In welchem Stil schreibt man Feeds? Eher locker oder an den Stil der Homepage angepasst?
Gestaltung und Inhalt der Feed-Hilfeseite.
Wie verpacke ich die Fragen „Was ist das?“, „Wie mache ich das?“ in eine möglichst kurze, ansprechende Webseite? Und vor allem so, dass niemand grübelt „Was bringt mir das?“, sondern sofort loslegt und endlich auch erkennt, dass Feeds eine zeitsparende, praktische Sache sind. 😉