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Archive for the ‘Bibliothek 2.0’ Category

Inspiration: Wohlfühlort Bibliothek

26/04/2013 1 Kommentar

Ich hatte am 22.4.2013 und 23.4.2013 die Möglichkeit an einer Exkursion in die Niederlande teilzunehmen. Dort gab es einen fachlichen Austausch mit den Kollegen von Biblionet Groningen und Biblionet Drenthe. Zudem konnten 3 Öffentliche Bibliotheken besucht werden, die für die Innenausstattung und Aufstellung der Bücher ein neues Konzept nutzen. Und weil man das auf Bilden natürlich viel besser sieht, als es jeder Text beschreiben könnte, haue ich jedem Leser des Artikels einfach jede Menge davon um die Ohren. Viel Spaß!

Los geht es in der Bibliotheek Haren:

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Gefolgt von der Biblioteek Grootegast:

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Und zum Schluss die Bibliotheek De Nieuwe Kolk, die mir auch am besten gefallen hat:

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Es waren zwei schöne, spannende Tage. Und ich war versucht mich in einer der Bibliotheken einschließen zu lassen. 😉

QR Codes in Bibliotheken – Anwendungsfelder

Grundlage dieses Eintrages ist die Übersicht QR-Codes im bibliothekarischen Einsatz von Viola Voß im Netbib Weblog. Ich möchte die Übersicht von einem minimal anderen Blickpunkt aufdröseln und versuche zu beschreiben, in welchen Bereichen und mit welchen möglichen Zielen man QR-Codes in Bibliotheken nutzen kann.

Ich werde nicht definieren was QR-Codes sind und wie man diese erstellt, dazu sei auf den Wikipedia-Eintrag verwiesen: http://de.wikipedia.org/wiki/QR-Code
Die meisten Ideen lassen sich mit diesen Informationen einfach umsetzten. Das soll jetzt kein Aufruf sein die Bibliothek mit QR-Codes zu pflastern, wenn man das nutzen möchte, sollte man sich schon ein Konzept überlegen.

Ich werde dieses Thema aufsplitten, mein Masterplan:
– QR-Codes und Öffentlichkeitsarbeit (also Werbung, Werbung, Werbung)
– QR-Codes und Verknüpfung von Print- und Elektronischen Beständen
– QR-Codes in Katalogen
– QR-Codes und was mir vielleicht noch einfällt
– und zum Schluss würd ich mich gern noch mit pro/contra Meinungen dazu befassen

Es folgt Teil 1:

QR Codes in der Öffentlichkeitsarbeit
QR-Codes auf Plakaten, Flyern, Broschüren, Lesezeichen etc. in- und außerhalb der Bibliothek können unterschiedliche Inhalte verbreiten. So könnte der Code auf Veranstaltungsplakaten einen Link zu weiterführenden Informationen auf einer Internetseite enthalten. Plakate, die spezielle Services bewerben, könnten zusätzlich Informationen zum Angebot, Kontaktdaten zu Ansprechpartnern oder einen Verweis auf die Anmeldung (per Kalender etc.) enthalten. Somit muss man ein Plakat etc. nicht mit Informationen überfrachten und kann dennoch wichtige oder lesenswerte Informationen an den Nutzer bringen.

Mit einer vcard (http://de.wikipedia.org/wiki/VCard), also einer digitalen Visitenkarte, können die Kontaktdaten ganz einfach weitergegeben werden. Nach dem Scannen des Codes, kann der Nutzer die Daten in seinen Kontakten speichern. Es entfällt Schreibarbeit, es können sich keine Abschreibfehler einschleichen und der Nutzer kann gleich vom Handy aus Telefonnummern oder E-Mail-Adressen nutzen.

Durch QR-Codes an Räumen oder speziellen Bereichen in der Bibliothek, können Beschreibungen der dort angebotenen Services „hinterlegt“ werden. Am Schulungsraum könnte zum Beispiel auf eine Internetseite zu den angebotenen Schulungsinhalten oder einem Anmeldeformular verlinkt werden. Oder es könnten die Ansprechpartner des Schulungsteams hinterlegt werden und somit die Kontaktaufnahme erleichtert werden. Das ist eine Möglichkeit Angebote „sichtbarer“ zu machen.

Auch Hinweise auf Informationsangebote, die neue Nutzer unterstützen sollen, können so verbreitet werden. Wenn die Bibliothek zum Beispiel Bilder-, Audio- oder Videotouren anbietet, könnte man auf entsprechenden Flyern oder Internetseiten darauf hinweisen.

Generell kann man so auf eine einfache Art auf viele Angebote hinweisen. Mobile Versionen von Internetseiten, digitale Auskunftsangebote, der Bibliotheks-YouTube-Channel, die Facebook oder Google+ Seite usw.

E-Learning in Bibliotheken

27/05/2010 1 Kommentar

Nun ist das Thema für mich gerade beruflich aktuell und ich habe irgendwie Lust darüber zu schreiben, weiß aber noch nicht genau, wo dieser Eintrag hinführen wird. Ich glaube es wird erst mal ein „lautes Nachdenken“ oder Brainstorming oder was auch immer…

Meine Gedanken kreisen beim Thema E-Learning die meiste Zeit um einige, wenige Fragen.Wie kann man den Nutzern bibliothekarische Themen mittels E-Learning näher bringen? Und, vor allem, wie kann man das auf eine interessante, ansprechende Art und Weise präsentieren?

Und immer wieder drängt sich die Frage in den Vordergrund: Was könnte man noch nutzen?
Wie könnte man „langweilige“, aber notwendige Texte aufpeppen?

Videos auf YouTube…
Es gibt so viele „how to“ Videos. Ich kann mir erklären lassen, wie ich ein Instrument spiele, wie ich ein bestimmtes Make-up schminke, wie ich Boss x in Spiel y besiege.
Demnach also auch ein „how to“ „Wie benutze ich den Katalog?“ oder „Wie führe ich eine Recherche in einer Datenbank durch?“
Würden Bibliotheksnutzer (oder auch Nicht-Nutzer) auf die Idee kommen, solche Videos auf YouTube zu suchen? Ja? Nein? Noch nicht?
Warum frage ich nicht meine Bibliotheksnutzer, ob Sie ein Video für die Bibliothek erstellen wollen?
Was dabei wohl rauskommen würde?

Prezi…
Mit diesem Tool kann man Präsentationen erstellen, allerdings nicht so „öde“, wie mit Power Point. Ich finde Prezi Präsentationen visuell um einiges ansprechender.
Außerdem müsste es sich leicht in die meisten E-Learning-Plattformen integrieren lassen.
Könnte man damit „langweilige“ Texte ansprechender darstellen?

Screencasts…
Mit Screencast-Programmen „filmt“ man die Aktionen, die auf dem Bildschirm stattfinden ab und kann so z.B. den Umgang mit dem Katalog „realer“ vermitteln. Mit Texten und Markierungen unterlegt, kann man so auch komplexe Themen anschaulich darstellen.
Auch das scheint mir ansprechender zu sein, als nur Texte und Screenshots, außerdem könnte der Nutzer in einem zweiten Fenster die gezeigten Schritte „nachmachen“ und so ggf. festigen.

Ein Blog…
Könnte eine Bibliothek einen Blog anbieten, in dem Sie alle Themen in „kleine Häppchen“ zerlegt, aufarbeitet und zugänglich macht? Könnte man die Nutzer einbeziehen und z.B. Rechercheaufgaben stellen und diese durch die Kommentarfunktion diskutieren?
Würde eine Tagcloud den Nutzern dabei helfen den passenden Eintrag zu finden oder wird sowas mit der Zeit zu unübersichtlich?
Würde es überhaupt als umfassende Quelle zur Information wahrgenommen werden?
Werden ältere Beiträge vielleicht irgendwann nicht mehr wahrgenommen?
Was ist, wenn die Bibliothek schon einen Blog für aktuelle Themen hat?

Soziale Netzwerke…
Wir gehen dorthin, wo unsere Nutzer sind und präsentieren ihnen dort „Häppchenweise“ unsere Informationen.
Geht das so einfach? Macht das Sinn? Wollen die uns da überhaupt?

Und da hört es schon auf…mehr fällt mir nicht ein.
Und ich bin mir auch nicht sicher, welches Medium das „Richtige“ wäre.

Sicher irgendeine Mischung, da wir ja unterschiedliche Informationen vermitteln müssen.

Nun da ich das alles niedergeschrieben habe, geht es mir besser. Vielleicht war das ja auch der Sinn dieses Beitrags. 😉

Vermutlich werde ich mir noch Gedanken machen, was für Informationen wir haben und mit welchen Medien man die vermutlich am besten vermitteln könnte. Vielleicht wird es so einfacher?

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P.S. Dieser Beitrag ist komplett auf meinem Android entstanden. Es ging erstaunlich gut, es war nur selten nervig.

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Chatauskunft via Instant Messenger

15/09/2009 5 Kommentare

Die sogenannten digitalen Auskünfte gibt es in Bibliotheken schon eine ganze Weile. Neben den häufig angebotenen asynchronen Auskunftsdiensten (E-Mail, Formulare), werden in deutschen Bibliotheken kaum synchrone Auskunftsdienste (Chatprogramme) verwendet. Eine Übersicht (nicht ganz vollständig) dazu gibt es auf der Seite Bibliothekar.de

Ganz anders halten es die anglo-amerikanischen Bibliotheken. Dort bieten sehr viele eine digitale Auskunft mittels Chatprogramm oder Instant Messenger an. Wie viele das sind, kann man gut im Library Success – Best Practice Wiki sehen.

Vor kurzem bin ich durch diesen Eintrag im netbib Webblog auf die wohl erste deutsche Chatauskunft via Instant Messenger aufmerksam geworden. Die Stadtbibliothek Salzgitter bietet im Bibliotheks-Blog, durch das Widget Meebo Me, ihren Nutzern ganz unkompliziert eine Möglichkeit Kontakt aufzunehmen.

Warum eine Chatauskuft?
Diese Auskunft soll keine der anderen ersetzen, sondern als weiterer Kanal gesehen werden Auskünfte zu erteilen. Und damit eine Zielgruppe zu erreichen, die oft nicht mehr viel von Bibliotheken hält. Diese Zielgruppe sind die digital natives. Die ‚digitalen Muttersprachler‘ kennen keine Welt ohne Computer, Internet, Suchmaschinen, Handy etc., sie sind mit diesen Technologien aufgewachsen. Diese Menschen möchten schnell, unkompliziert und mittels der aktuellen technischen Möglichkeiten Informationen und Auskünfte erhalten.

Warum ein Instant Messenger, anstatt eines Chatprogrammes?
Diese speziellen Chatprogramme sind meist sehr teuer. Sie enthalten zwar viele zusätzliche Funktionen (z.B. Co-Browsing), allerdings funktionieren die oft nicht richtig. Es gibt außerdem auch häufig Probleme mit den Browsern.
Zahlreiche Studien belegen, dass die digital natives sehr oft Instant Messenger nutzen, teilweise sogar häufiger als E-Mails. Sie ermöglichen eine schnelle, einfache, kostenfreie Kommunikation.
Also warum den Nutzern nicht eine Chatauskunft mittels einer Software anbieten, die sie bereits bestens kennen und gern benutzen?

Sicherlich ist die Auskunft via Chat oder Instant Messenger anspruchsvoll, aber trotzdem kein Ding der Unmöglichkeit. Denn vorerst werden dort die gleichen Fragen auftauchen, die uns täglich am Telefon, per Mail oder persönlich erreichen. Fragen zum Nutzerkonto, Passwörter, Verlängerungen etc., wirkliche Rechercheanfragen werden seltener gestellt.

Wie man vielleicht merkt, habe ich mich mit diesem Thema intensiver auseinander gesetzt und zwar in meiner Diplomarbeit „Kompetent IM Netz : Machbarkeitsstudie zum Einsatz von Instant Messaging an der Bibliothek der Helmut Schmidt Universität, Hamburg“. Diese soll bald in einer Reihe der HSU Bibliothek veröffentlicht werden. Zudem arbeiten die Kollegen dort gerade daran die IM Auskunft einzuführen. Demnächst werde ich dort innerhalb einer Schulung etwas über das IM-Programm, Chatsprache, Auskunftsinterview im Chat, eingehenden Anfragen und schwierigen Nutzern erzählen. Außerdem werden die Teilnehmer in einem Rollenspiel jede Menge Beispiele durchgehen.
Ich bin schon sehr gespannt.

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ToDo: Schulung für die Mitarbeiter der HSU vorbereiten.

Spaß mit Generatoren

Wie in Lektion 8 gefordert, habe ich diese sorgsam durchgearbeitet und muss gestehen, der Coupon Generator hat es mir angetan. 😉

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Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man mit den Generatoren kreative Bilder für die Homepage (egal ob privat oder beruflich) erstellen kann und auf jeden Fall für einen Hingucker sorgt.

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ToDo: Ein Bolg-Theme finden, in dem eine Tag-Cloud besser dargestellt werden kann.

LibraryThing

Das ist ja ein Ding! Es gibt neben Bibliothekare noch Menschen, die Bücher freiwillig katalogisieren? Momentan machen das 794,857 Nutzer mit Hilfe des Web-Angebotes LibraryThing. Die private Bibliothek wird ganz unkompliziert in einen eigenen Katalog eingegeben und mit weiteren Titeldaten, Buchcover, Tags, Rezensionen und Empfehlungen ergänzt. Gleichgesinnte kann man leicht finden und munter in Gruppen Diskutieren.

Vielleicht haben die Kollegen der Gruppe „Librarians who LibraryThing“ einfach recht und der Beruf Bibliothekar ist mittlerweile doch ‚hipper‘, als wir immer glauben? Darüber wird zumindest in einem Beitrag der Gruppe diskutiert. Besonders schön fand ich dort den Hinweis auf einen Artikel in der New York Times.

Nun zu den eigentlichen Fragen: Was können denn Bibliotheken mit diesem Ding anfangen? Könnte LibraryThing eine Konkurrenz zu den oft langweiligen, unübersichtlichen Bibliothekskatalogen werden?
Oder kann es gar eine Konkurrenz für das gesamte Bibliothekswesen werden?

Die Stadtbücherei Norderham präsentiert ihre Neuerscheinungen der Erwachsenenliteratur in einem LibraryThing Katalog.
Beim durchstöbern dieses Kataloges viel mir zuerst auf, dass er schön übersichtlich ist. Auch die Titeldaten mit den zahlreichen Anreicherungen (Tags, Empfehlungen, Cover) sind optisch angenehm und übersichtlich gestaltet. Die Suche nach einzelnen Titeln ist einfach gehalten und daher ebenfalls positiv zu bewerten. Ohne jetzt zu wissen, warum die Stadtbücherei Norderham sich dazu entschlossen hat, einen LibraryThing Katalog anzulegen, möchte ich meine Ideen dazu niederschreiben, aber auf keinen Fall die KollegInnen irgendwie kritisieren.

Ich kann mir gut vorstellen, das ein „normaler“ Benutzer mit dem LibraryThing Katalog besser und intuitiver umgehen kann. Er hat die Möglichkeit andere/ähnliche Titel schnell und einfach ausfindig zu machen. Und mitmachen geht natürlich auch.
Allerdings verfügt dieser Katalog über keine direkte Verknüpfung mit dem eigentlichen Bibliothekskatalog, daher sind Ausleihstatus und Signatur nicht ersichtlich. Es wird also eine zweite Suche notwendig, wenn ein Nutzer diese Informationen haben möchte.
Jacob Voss stellte in seinem Artikel LibraryThing – Web 2.0 für Literaturfreunde und Bibliotheken fest, dass in LibraryThing eine „Übermacht der englischen Sprache“ (S.2) herrscht. Dem kann ich nur zustimmen. Die meisten Tags und Empfehlungen werden auf Englisch wiedergegeben. Dieser Umstand könnte dafür sorgen, dass ein zwangloses stöbern doch nicht so einfach möglich ist.
Daher würde ich einen LibraryThing Katalog eher als Öffentlichkeitsarbeit ansehen. Der neue Bestand wird einer breiten Masse an interessierten Menschen auf eine optisch ansprechende Weise und in einem modernen und beliebten Medium präsentiert. Durch die Möglichkeit sich einzubringen, kann evtl. auch eine stärkere Bindung zur Bibliothek aufgebaut werden. Vielleicht könnte sich die Bibliothek und deren Angebote innerhalb von LibraryThing auch noch stärker präsentieren?

Neben der Möglichkeit den Bibliotheksbestand in einem Katalog zu präsentieren, können einige LibraryThing Angebote auch in den eigenen Katalog integriert werden. Diese Liste zeigt die bisherigen Möglichkeiten der Kataloganreicherung durch LibraryThing. So kann beispielsweise eine tag cloud angezeigt werden.
Die Möglichkeit den eigenen Bibliothekskatalog anzureichen wird bereits von vielen Bibliotheken genutzt. Allerdings scheinen mir die Angebote die da genutzt werden professioneller zu ein. Für weitere Informationen dazu könnte der Artikel Katalogerweiterungen, Mashups und Elemente der „Bibliothek 2.0“ in der Praxis interessant sein.

In einigen Blogs, die sich ebenfalls innerhalb der Lektion 6 des Selbstlernkurses Bibliothek 2.009 mit LibraryThing befassen, habe ich weitere interessante Gedanken gefunden. So wird im Blog CKJ Katalogiseriung über die Probleme bei der Eingabe von chinesischen Büchern berichtet. In Wedernoch´s Blog kann man sehr schön nachlesen, wie frustrierend es sein kann, wenn ein älteres Buch nicht in LibraryThing vorhanden ist. Bei älteren Bücher, gerade auch Altbestand, kann Librarything gar nicht mehr mithalten, weil eben nur Bücher katalogisiert werden, die die Nutzer auch besitzen.
Lahdihda’s Blog
greift den Mangel auf, dass nur Bücher und keine Nichtbuchmaterialien aufgenommen werden können.

Fazit: Als Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit? Ja.
Als Katalogersatz? Nein.
Für die Kataloganreicherung? Jain. Hier bedarf es sicher noch einiger Verbesserungen.
Als Konkurrenz fürs Bibliothekswesen? Nein.

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ToDo: Das Ding im Auge behalten.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel

RSS Feeds in Bibliotheken

29/07/2009 6 Kommentare

Was ist das? 128px-Feed-icon2.svg.bmp
Meist viereckig, orange mit einem Punkt und zwei Streifen, aber auch immer häufiger in ziemlich wilden Varianten… panda

Viele werden sofort wissen, dass es sich dabei um Symbole für RSS Feeds handelt. Ein paar weniger werden wissen, dass sie diese Symbole dazu einladen beispielsweise Neuigkeiten einer Webseite zu abonnieren. Noch weniger werden wissen, wie sie diese Inhalte erhalten und lesen können. Und ich wage zu behaupten, dass noch immer nur ein paar Besucher einer Webseite bei diesem Angebot zugreifen.

Aber warum eigentlich?
Schließlich kann man doch ständig lesen, wie praktisch und zeitsparend Feeds sind. Auch während des Studiums habe ich das mehrfach gehört. Aber ganz ehrlich? Sofort überzeugt hat mich diese Technologie nicht. Wieso?

Da muss ich überlegen…
Ich glaube es lag daran, dass diese einfache Technologie so umständlich erklärt wurde oder umständlich erklärt werden musste? Immerhin gilt es Fragen wie: „Was ist das überhaupt?, „Wie mache ich das?“ (Allein hier gibt es schon mehr oder weniger aufwendige Möglichkeiten.) und „Was bringt mir das?“ zu beantworten. Und nach diesen Ausführungen ist man vielleicht nicht wirklich davon überzeugt, dass es einfach, praktisch und zeitsparend ist RSS Feeds zu benutzen. Ob das nur bei mir so war…wer weiß?

Und wieso benutze ich sie nun trotzdem gern? Weil auch ich immer mehr Internetseiten, Blogs, Diskussionen etc. interessant und lesenswert finde. Und weil auch ich merke, dass es umständlich und zeitaufwändig ist mehr als 20 Internetseiten zu besuchen und auf Neuigkeiten zu prüfen. Deshalb habe ich einfach mal aufgehört mich zu fragen, was mir diese Feeds wohl bringen würden und es ausprobiert. Und tatsächlich, es spart Zeit! Ich kann jetzt mühelos einer großen Menge an Informationen folgen und auf dem Laufenden bleiben. Egal, ob es mehrmals am Tag etwas Neues gibt oder einmal im Monat. Ich verpasse nichts.

Diese Erkenntnis ist jetzt eine Weile her und nun kommt das berufliche ins Spiel. Die UB in Kiel möchte auch bald RRS Feeds anbieten und ich darf dieses Projekt umsetzen. Da trifft es sich sehr gut, dass dieses Thema gerade in der Bibliothek 2.009 in Lektion 04 und in Lektion 05 bearbeitet wird.

Am Anfang des Projektes ist es natürlich spannend zu recherchieren, welche Bibliotheken bereits Feeds anbieten und noch viel wichtiger, welche Inhalte sie verbreiten. Eine erste Übersicht war leider schnell abgearbeitet, weil es in Deutschland bisher noch gar nicht viele Bibliotheken mit RSS Feeds gibt.

Welche Informationen verbreiten sie?
Oft ähneln sich die Inhalte. Am häufigsten findet man Feeds die Neuigkeiten, Aktuelles etc. der Bibliothek beinhalten. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, immerhin kann man aus diesen Informationen automatisch einen Feed erzeugen. Feeds für Neuerwerbungen sind ebenfalls häufiger zu finden. Hier gibt es aber schon größere Unterschiede. Als einfachste Variante gibt es Feeds, die die Neuerwerbungen des letzten Monats oder die letzen 30 Neuerwerbungen beinhalten. Teilweise werden sie auch auf bestimmte Fachgebiete zugeschnitten angeboten.
Am schönsten finde ich das Angebot der TUB Hamburg-Harburg MyBibRSS. Eine personalisierte Neuerwerbungsliste! Feed benennen, Fachgebiete auswählen, fertig. Was erhalte ich? Einen Neuerwerbungs-Feed, der auf meine Interessen, Studienfach etc. zugeschnitten ist und keine überflüssigen Informationen enthält.

Welche Themen könnten Inhalte von Feeds sein? Hier ein paar Anregungen aus diversen Bibliotheks-Feeds + ein paar eigene Überlegungen.
– Öffnungszeiten Bibliothek (Änderungen / Schließungstage)
– Veranstaltungen (erste Bekanntmachung / spätere Erinnerung)
– Schulungsangebote (erste Bekanntmachung / Hinweis auf freie Plätze / Erinnerung)
– Datenbanken (neue Angebote / nicht mehr zugänglich / Veränderungen)
– Literatur (größere Menge durch Geschenk, Nachlass erhalten, dazu Infos)
– Spenden (Was wurde mit dem Geld gemacht?)
– Wartungsarbeiten / Störungen (ankündigen, Störungen schnell melden, erklären,
Hilfestellung)
– Umfragen (Ergebnisse Umfragen mitteilen, damit verbundene Änderungen)
– „Flohmarkt“ (Verkauf ausgesonderte Bücher)
– Besonderheiten im eigenen Bestand (vorstellen)
– „Probleme“ aus den Abteilungen (Nutzer machen ständig etwas „falsch“? Hier könnten
verschiedene Themen aufgegriffen und erklärt werden)
– Bibliothek, Abteilungen, Geräte (vorstellen, bekannter machen)
(Diese Liste wird hoffentlich noch länger.)

Ich denke es ist wichtig, dass der Feed nicht nur einmal im Monat etwas verbreitet.
Wir haben mit RSS Feeds eine weitere Chance immer mal wieder im Blickfeld des Nutzers aufzutauchen, präsent zu sein. Deshalb sollten neben den automatisch erzeugten Inhalten auch zusätzliche Informationen, Themen behandelt werden.

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ToDo:
Fragen rund um die inhaltliche, formale Gestaltung von RSS Feeds klären.
In welchem Stil schreibt man Feeds? Eher locker oder an den Stil der Homepage angepasst?
Gestaltung und Inhalt der Feed-Hilfeseite.
Wie verpacke ich die Fragen „Was ist das?“, „Wie mache ich das?“ in eine möglichst kurze, ansprechende Webseite? Und vor allem so, dass niemand grübelt „Was bringt mir das?“, sondern sofort loslegt und endlich auch erkennt, dass Feeds eine zeitsparende, praktische Sache sind. 😉