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Mein erster Bibliothekartag…

…zugegeben ein ganz platter Titel für diesen Blogeintrag, aber er entspricht voll und ganz der Wahrheit. Die Bibliothekarstage 2010 waren die ersten, die ich besucht habe. Einen Tag Buchmesse in Leipzig habe ich auch mitgenommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine sehr schöne, spannende, informative Woche war. Es gab wahnsinnig viel zu sehen, super viele Informationen, nette Menschen, tolle Bars und Pubs und ein wunderschönes Leipzig. Und da ich die ganzen Infos und Eindrücke erst einmal sacken lassen musste, kommt dieser Blogeintrag erst jetzt.

Montag
Besuchte Veranstaltung:
„Vermittlung von Medienkompetenz an die junge Generation – Möglichkeiten und Grenzen“
Meine Highlights aus dieser Vortragsreihe, waren:
„Games in Jugendbibliotheken: Entwicklungen, Trends, Probleme“ (leider gibt es dazu keine Dokumente auf dem OPUS Server). Sehr schön fand ich hier, dass es nicht darum ging, ob Games in Bibliotheken zur Verfügung gestellt werden sollten oder nicht. Diese Frage ist bereits mit „JA!“ beantwortet. Die Referenten haben sich aus praktischer Sicht mit Chancen und Schwierigkeiten auseinandergesetzt.

„Mach´s einfach – die Münchener Stadtbibliothek macht´s vor! Das neue Online-Angebot für Schüler und Lehrer!“ (Das Online-Angebot für Lehrer und Schüler der Münchener Stadtbibliothek)
Ich finde die Internetseiten sind toll und absolut Zielgruppengerecht umgesetzt worden. Einfach klasse! Ansehen kann man die beiden Seiten unter: http://www.muenchner-stadtbibliothek-schueler.de/schule/schueler.html und http://www.muenchner-stadtbibliothek-schueler.de/schule/lehrer.html

Besuchte Veranstaltung:
„Tradition und Transformation – das Gutenbergzeitalter im Internet“
Da ich noch nicht so lange mit Altbestand zu tun habe und VD17 bald für uns interessant wird, war es super einen groben Überblick über den Stand der Dinge und ein paar Visionen zu erhalten.

Dienstag
Besuchte Veranstaltung:
„Treffpunkt Standardisierung“
RDA, RDA, RDA…für diese Vortragsreihe hatte ich mich spontan entschieden, da ich zu diesem Thema bisher fast gar nichts wusste. Hier fand ich den Vortag Mit RDA ins Semantic Web? sehr anschaulich. Ich bin gespannt, wie sich das Thema RDA weiterentwickelt.

Besuchte Veranstaltung:
Eigentlich wollte ich mir die Vorträge zum Thema „Stirbt der OPAC? – Suchmaschinen, Datenvielfalt und Vernetzung als Lösungsansatz“ ansehen, aber der Raum war mehr als überfüllt. Das hat mich in diesem Moment total geärgert. Stattdessen und das hat mich dann wieder mehr als friedlich gestimmt, habe ich das Smartphone Happening am Stand der Zukunftswerkstatt angeschaut. Es war toll! Begeistert war ich von den Vorstellungen der Bibliothekskataloge und Stanza . Leider konnte man die Vortragenden nicht immer gut verstehen, da es links und hinter dem Stand ebenfalls Vorträge oder Videokonferenzen gab.

Besuchte Veranstaltung:
Auch hier wieder das Problem, mit einem überfüllten Raum. Eigentlich wollte ich zur „Zukunftswerkstatt ‚Die Jugendbibliothek des 21. Jahrhunderts’“. Da es dort überfüllt war, bin ich zur Vortragsreihe „Vermittlung von Informationskompetenz an den Hochschulen: Konzepte für die Praxis“ gegangen.
Auch das war wieder eine tolle Alternative. Ganz gefesselt war ich von dem Vortrag Optimizing our teaching: Teaching and learning with technology, Frau Tatiana Usova hat einfach super präsentiert und alles mit sehr anschaulichen Beispielen untermalt.

Mittwoch
Besuchte Veranstaltung:
Eigentlich wollte ich zu „Altbestand und Öffentlichkeitsarbeit“, aber…richtig!…total überfüllt. Also habe ich spontan die „Bibliotheken als Akteure im Forschungsmanagement“ besucht. Und auch dort wieder spannende Einblicke in ein Thema erhalten, mit dem ich noch nie was zu tun hatte. Besonders die Vorträge „Forschungsdaten und ihre Informationssysteme in der Archäologie: Bibliotheken und Archive am Deutschen Archäologischen Institut“ und „The World Atlas of Language Structures Online – Forschungsdaten in der Linguistik“ hatten es mir angetan. Beide Referenten haben schön vorgetragen und es geschafft das Thema sehr anschaulich und auch Einsteigerfreundlich zu präsentieren. Leider konnte ich beide Vorträge nicht auf dem OPUS-Server finden.

Zwischendurch ein erneuter Besuch bei der Zukunftswerkstatt:
Dort habe ich mir „Bibliothekarische Dienstleistungen für Literaturverwaltung“ und „Bibliographische Daten als Linked Open Data“ angehört. Waren beide sehr schön.

Besuchte Veranstaltung:
„Unsere Kunden – Was wollen die bloß von uns? – Benutzererwartungen in (wissenschaftlichen) Bibliotheken“ Diesmal war ich früh genug da, um mir einen Platz zu sichern. Neue Ideen für Benutzerbefragungen konnte ich dem Vortrag In den Mokassins der Kunden – Ethnographie in der Nutzerforschung entnehmen. Und am lebendigsten hat wohl Lambert Heller, der ersatzweise eingesprungen ist, präsentiert. Ihm habe ich ebenfalls gern zugehört.

Donnerstag
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Buchmesse. Schon wenn ich dran denke tun mir die Füße wieder weh. 😉

Viele der Vorträge und Folien wurden auf dem OPUS-Server hochgeladen und können dort nachgelesen werden.

ToDo: Im nächsten Jahr wieder dabei sein.

PS: Ich kann für mich festhalten, dass ich lockeren und sehr praxisnahen Präsentationen am besten folgen kann.

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  1. 09/08/2011 um 14:28

    Liebe Sabrina, in Österreich überlegen wir gerade, wie wir Newcomern das Zurechtfinden am Bibliothekartag erleichtern können (sofern das überhaupt notwendig ist). Gibt es irgendetwas, das Du gerne vor Deinem Besuch gewusst hättest oder was Du Dir als „Erstbesucherin“ gewunschen hättest?

  2. SJ
    10/08/2011 um 19:16

    Hmmm das ist ziemlich schwer zu beantworten und vermutlich nicht nur auf Erstbesucher bezogen, aber ich versuch es mal.

    Generell bin ich über jede Hilfe bei der Orientierung dankbar. Sowohl was die Orientierung in der Stadt angeht (Womit kann ich fahren? Wie lange dauert es?), als auch auf dem (Messe)Gelände bzw. in den Räumen.

    Ein Plan aller Veranstaltungen zum ausdrucken oder schon ausgedruckt ist auch toll, da ich bei solch einer Masse an Veranstaltungen online den Überblick verliere. So kann ich auf Papier anstreichen, was ich sehen möchte und mich ggf. doch schnell umorientieren, falls der Raum voll ist. Ich glaube dieses Jahr gab es auch einen Plan, den man persönlich anpassen konnte, da ich nicht teilgenommen habe, kann ich dazu aber nichts sagen, finde die Idee aper prinzipiell gut.

    Im Plan besser gekennzeichnet, was frei zugänglich ist und was Arbeitsgruppen/geschlossene Gruppen sind.

    Eine „spritzigere“ Eröffnungsrede/Veranstaltung, vielleicht auch mal was ausgefallenes?

    Für die „Innovativen“ Themen würde ich mir größere Räume wünschen. Ich hatte in Leipzig ja doch öfter das Problem nicht das sehen zu können, was ich gerne gesehen hätte. Und ähnliche Themenblöcke sollten nicht zeitgleich liegen. Wobei diese beiden Punkte sicher immer problematisch sind.

    Ich hätte mich auch über Vorlesungen gefreut, die „Innovative“ Themen sozusagen für „Fortgeschrittene“ behandeln. Meist war es ja so, dass diese Themen für die Besucher waren, die noch nichts oder nicht viel drüber wussten. So zumindest mein Eindruck.

    Etwas mehr Zeit für Diskussionen.

    Stände draußen (zwischen den Firmenausstellern, wie zum Beispiel die Zukunftswerkstatt), die auch darauf ausgelegt sind Kurzvorträge und Diskussionen zu präsentieren, sollten nicht neben Ständen sein, die selber sowas anbieten oder Musik spielen oder ähnliches.

    Ansonsten mehr Zombies und Lollies? ;o

    Falls mir noch was Sinnvolles einfällt, melde ich mich nochmal.

  1. 25/03/2010 um 21:49

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